Das Lalique-Museum (Wingen-sur-Moder, Frankreich) war in den frühen Morgenstunden des 5. Juli Ziel eines Einbruchs. Mehrere Personen drangen gewaltsam in das Gebäude ein, lösten dabei die verschiedenen Sicherheitssysteme aus und zerschlugen mehrere Vitrinen mit Schmuckstücken. Der Vorfall dauerte etwa zehn Minuten. Die Ermittlungen werden derzeit von der Kriminalpolizei Straßburg geführt.
Seit 15 Jahren zeigt das Lalique-Museum Werke von René Lalique und seinen Nachfolgern in dem Dorf, in dem der Künstler vor über 100 Jahren eine Glasmanufaktur gegründet hatte. Es handelt sich um ein öffentliches Museum, das von einem gemeinsamen Trägerverband verwaltet wird, dem die Region Grand Est, die Collectivité européenne d’Alsace, der Gemeindeverband Hanau-La Petite Pierre und die Gemeinde Wingen-sur-Moder angehören.
Das Lalique-Museum, das die Auszeichnung „Musée de France“ trägt, ist insofern einzigartig, als es sowohl Werke aus seiner eigenen Sammlung als auch Leihgaben anderer Museen, privater Sammler oder der Lalique SA ausstellt.
Es wurden 27 Schmuckstücke im geschätzten Wert von 4,5 Millionen Euro gestohlen. Unter den gestohlenen Werken bedauert das Lalique-Museum insbesondere den Verlust des Anhängers „Femme-libellule ailes ouvertes“. Dieses Stück hatte für das Museum eine große symbolische Bedeutung, da es das erste war, das im Hinblick auf die Gründung des Museums erworben wurde. Der Schmuck von René Lalique ist eher für seinen künstlerischen Wert als für die verwendeten Materialien bekannt. Tatsächlich verwendete der Künstler in seinen Kreationen besonders gerne Emaille, Horn und Glas. Sobald der Schmuck zerlegt ist, verblasst der Wert der Materialien im Vergleich zu seinem künstlerischen Wert.
Bei dem Einbruch wurden außerdem eine Büste, Broschen, ein „Face-à-main“, ein Parfümflakon, zwei Armbänder, eine lange Halskette, ein Kamm, eine Hutnadel, eine Gürtelschnalle, ein Halsband sowie weitere Halsketten und Anhänger gestohlen. Zu den Geschädigten zählen verschiedene Leihgeber, darunter das Unternehmen Lalique. Einer der wichtigsten Leihgeber, der anonym bleiben möchte, hat seine Unterstützung für das Museum bekräftigt. Er befürchtet einen Erpressungsversuch gegenüber den Versicherungsgesellschaften, bei dem die Diebe möglicherweise ein Lösegeld im Austausch für die gestohlenen Werke fordern könnten. Das Lalique-Museum seinerseits vertraut darauf, dass die Gendarmerie diese Ermittlungen durchführt, und gibt keine Spekulationen ab.
Das Museum hofft, seine Türen so bald wie möglich wieder öffnen zu können, wird sich jedoch die nötige Zeit nehmen, um eine reibungslose und sichere Wiedereröffnung zu gewährleisten. Gerade war eine Ausstellung mit dem Titel „Cristallisation“ eröffnet worden, in der Werke von Lalique Art aus den letzten 15 Jahren gezeigt wurden. Das Museum hofft, die Besucher in naher Zukunft dazu einladen zu können, diese Ausstellung zu entdecken.
The Lalique Museum (Wingen-sur-Moder, France) was the target of a burglary in the early hours of 5 July. Several individuals forced their way into the building, triggering the various security systems in place, and smashed several display cases containing jewellery. The incident lasted around ten minutes. The investigation is currently being conducted by the Strasbourg Criminal Investigation Department.
For the past 15 years, the Lalique Museum has been exhibiting works by René Lalique and his successors in the village where the artist established a glassworks over 100 years ago. It is a public museum managed by a joint authority comprising the Grand Est region, the Collectivité européenne d’Alsace, the Communauté de communes Hanau-La Petite Pierre and the municipality of Wingen-sur-Moder.
The Lalique Museum, which holds the ‘Musée de France’ designation, is unique in that it exhibits works from its own collection as well as items on loan from other museums, private collectors or Lalique SA.
Twenty-seven pieces of jewellery were stolen, with an estimated value of 4.5 million euros. Among the stolen works, the Lalique Museum is saddened to note the loss of the pendant ‘Femme-libellule ailes ouvertes’. This piece was highly symbolic for the museum as it was the first to be acquired with a view to the museum’s creation. René Lalique’s jewellery is renowned for its artistic value rather than the materials used. Indeed, the artist particularly enjoyed using enamel, horn and glass… in his creations. Once the jewellery has been dismantled, the value of the materials pales in comparison to its artistic value.
Also stolen in the burglary were a bust, brooches, a face-à -main a perfume bottle, two bracelets, a long necklace, a comb, a hatpin, a belt buckle, a choker, necklaces and pendants. Among the victims are various lenders, such as the Lalique company. One of the main lenders, who wishes to remain anonymous, has reaffirmed his support for the museum. He fears an attempt at blackmail directed at the insurance companies, in which the thieves might demand a ransom in exchange for the stolen works. The Lalique Museum, for its part, has confidence in the gendarmerie to carry out this investigation and is not speculating.
The museum hopes to reopen its doors as soon as possible, but will take the time necessary to ensure a smooth and safe reopening. An exhibition had just opened, entitled ‘Cristallisation’, showcasing works created by Lalique Art over the past 15 years. The museum hopes to be able to invite visitors to discover it in the near future.
Pictures of 2 of the stolen items
https://www.dropbox.com/scl/fo/jku5gtorxrf5eue3eqh9w/ABDyvSFfgnnvky9U-hzOkiA?rlkey=g0xe25p0ceuzkn8onkjb2ea9d&st=1h1kw204&dl=0







