Mit der Ausstellung „ENTWICKLUNGEN 50 – 30 – 20“ feiert das Glasmuseum Lette
im Jahr 2026 gleich drei bedeutende Jubiläen: 50 Jahre Sammelleidenschaft für
zeitgenössische Kunst in Glas, 30 Jahre Glasmuseum Lette und 20 Jahre Glasdepot.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 30 internationale Künstlerinnen und Künstler,
deren Werke bereits Teil der Sammlung sind. Sie wurden eingeladen, aktuelle
Arbeiten auszuwählen und diese jeweils einer früheren Arbeit aus der Sammlung
gegenüberzustellen. So entstehen spannende Dialoge zwischen Vergangenheit und
Gegenwart, zwischen künstlerischen Anfängen und aktuellen Positionen.
„Meine erste Ausstellung als Leiter des Glasmuseums Lette zu kuratieren und dabei
gleichzeitig drei Jubiläen feiern zu dürfen, ist eine besondere Ehre. Die
Gegenüberstellung früherer und aktueller Werke macht sichtbar, wie spannend
künstlerische Entwicklungen verlaufen können. Für mich erzählt die Ausstellung nicht
nur von Kunst, sondern auch von Leidenschaft, Kontinuität und dem Vertrauen, das
Künstlerinnen und Künstler dieser Sammlung seit vielen Jahren entgegenbringen“,
sagt Museumsleiter und Kurator Wilhelm Vernim.
Die Ausstellung vereint verschiedene Künstlergenerationen und zeigt die
außergewöhnliche Bandbreite technischer und künstlerischer Ausdrucksformen
innerhalb der internationalen Glasszene. Einige Kunstschaffende haben ihre
Bildsprache über Jahrzehnte konsequent weiterentwickelt, andere immer wieder
neue Wege beschritten. Die präsentierten Werke machen diese individuellen
Entwicklungen sichtbar und eröffnen zugleich einen Blick auf die Vielfalt der
zeitgenössischen Kunst.
Den Ausgangspunkt dieser Geschichte bildet die Sammelleidenschaft von Lilly
Ernsting (1930–2023). Gemeinsam mit ihrem Mann Kurt Ernsting (1929–2011) legte
sie den Grundstein für eine der weltweit bedeutendsten und in ihrer Vielfalt
einzigartigen Sammlungen zeitgenössischer Glaskunst. Über 50 Jahre hinweg
entstand eine Sammlung von internationalem Rang, die bis heute kontinuierlich
erweitert wird.
Aus dem Wunsch heraus, die Begeisterung für aktuelle Kunst in Glas mit einem
breiten Publikum zu teilen, gründete das Ehepaar Ernsting 1996 das Glasmuseum
Lette. Zehn Jahre später folgte das Glasdepot, das seit 2006 einen umfassenden
Einblick in die stetig wachsende Sammlung ermöglicht. Unterstützt wurden die
Gründer dabei zunächst vom Galeristen Jaap de Harder, später von der
niederländischen Künstlerin Mieke Groot sowie von der Kunsthistorikerin und
langjährigen Geschäftsführerin der Ernsting Stiftung, Dr. Ulrike Hoppe-Oehl.
Seit nunmehr 30 Jahren versteht sich das Glasmuseum Lette als Ort der
Entdeckung, Präsentation und Förderung zeitgenössischer Glaskunst. Das
Glasdepot macht seit 20 Jahren die gesamte Sammlung für Besucherinnen und
Besucher zugänglich. Heute umfasst sie nahezu 3.000 Objekte und dokumentiert die
Entwicklung internationaler Künstler von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart, die
Glas als künstlerischen Werkstoff nutzen.
„ENTWICKLUNGEN 50 – 30 – 20“ lenkt den Blick auf die vielfältigen Wege
künstlerischer Entwicklung, auf das kontinuierliche Wachstum einer einzigartigen
Sammlung und auf die kreativen Möglichkeiten eines Materials, das Künstlerinnen
und Künstler weltweit immer wieder neu inspiriert.
Die Ausstellung wurde von Wilhelm Vernim, Künstler, Kurator und Dozent und seit
2026 Leiter des Glasmuseums Lette, kuratiert.
DEVELOPMENTS 50 – 30 – 20. The Lette Glass Museum will celebrate three anniversaries in 2026 with a special exhibition.
With the exhibition “DEVELOPMENTS 50 – 30 – 20,” the Lette Glass Museum will
celebrate three significant anniversaries in 2026: 50 years of passionate collecting of
contemporary glass art, 30 years of the Lette Glass Museum, and 20 years of the
Glass Depot.
The exhibition focuses on 30 international artists whose works are already part of the
collection. They were invited to select current works and juxtapose each with an
earlier work from the collection. This creates exciting dialogues between past and
present, between artistic beginnings and current positions.
“It is a special honor to curate my first exhibition as director of the Lette Glass
Museum and to celebrate three anniversaries at the same time. The juxtaposition of
earlier and current works highlights just how fascinating artistic developments can be.
For me, the exhibition speaks not only of art, but also of passion, continuity, and the
trust that artists have placed in this collection for many years,” says museum director
and curator Wilhelm Vernim.
The exhibition brings together different generations of artists and showcases the
extraordinary range of technical and artistic expressions within the international glass
art scene. Some artists have consistently refined their visual language over decades,
while others have continually broken new ground. The works on display highlight
these individual artistic journeys while offering a glimpse into the diversity of
contemporary art.
The starting point of this story is the passion for collecting of Lilly Ernsting (1930–
2023). Together with her husband Kurt Ernsting (1929–2011), she laid the foundation
for one of the world’s most significant and, in its diversity, unique collections of
contemporary glass art. Over the course of 50 years, a collection of international
stature emerged, one that continues to be expanded to this day.
Driven by a desire to share their enthusiasm for contemporary glass art with a broad
audience, the Ernstings founded the Glasmuseum Lette in 1996. Ten years later, the
Glasdepot followed, offering a comprehensive view of the ever-growing collection
since 2006. The founders were initially supported by gallery owner Jaap de Harder,
and later by Dutch artist Mieke Groot as well as art historian and long-time executive
director of the Ernsting Foundation, Dr. Ulrike Hoppe-Oehl.
For 30 years now, the Glasmuseum Lette has served as a place for the discovery,
presentation, and promotion of contemporary glass art. For the past 20 years, the
Glasdepot has made the entire collection accessible to visitors. Today, it comprises
nearly 3,000 objects and documents the development of international artists from the
1970s to the present who use glass as an artistic medium.
“DEVELOPMENTS 50 – 30 – 20” draws attention to the diverse paths of artistic
development, the continuous growth of a unique collection, and the creative
possibilities of a material that continually inspires artists worldwide.
The exhibition was curated by Wilhelm Vernim, artist, curator, and lecturer, who has
served as director of the Lette Glass Museum since 2026.
